Kurzfristige Auswirkungen von propriozeptivem Training mit instabiler Plattform auf die Stabilometrie von Sportlern

Autoren:
Romero-Franco N, Martínez-López EJ, Lomas-Vega R, Hita-Contreras F, Osuna-Pérez MC, Martínez-Amat A.

Schlüsselwörter:
Schweizer Ball, BOSU, Haltungskontrolle, Propriozeption, Soforteffekte immediate

Der Zweck dieser Studie war es, die kurzfristigen stabilometrischen Effekte des propriozeptiven Trainings bei Sportlern zu bestimmen, indem ein BOSU-Ball und ein Swiss-Ball als instabile Plattformen verwendet wurden. 37 Athleten verschiedener Disziplinen wurden in eine Kontrollgruppe (n = 17) und eine Experimentalgruppe (n = 20) eingeteilt. Beide führten ein Aufwärmen durch, zusätzlich führte die Versuchsgruppe nach dem Aufwärmen eine propriozeptive Trainingseinheit durch. Die propriozeptive Trainingseinheit bestand aus sechs 25-minütigen Trainingseinheiten mit dem BOSU Ball und dem Swiss Ball als instabile Plattformen. Die zweibeinige Stabilometrie wurde vor der Trainingseinheit (M0), unmittelbar nach dem Training (M1), 30 Minuten später (M2), 1 Stunde nach dem Training (M3), 6 Stunden nach dem Training (M4) und 24 Stunden nach dem Training (M5) beurteilt. . Die Varianzanalyse (α = 0,05) zeigte unmittelbar nach dem Training (M1) signifikante Unterschiede in der Geschwindigkeit (p = 0,022) und der vom Druckzentrum abgedeckten Länge (p = 0,021) in der Versuchsgruppe. Diese Unterschiede waren 6 Stunden später noch ausgeprägter (M4; p = 0,021). Tatsächlich zeigte dieselbe Gruppe nach 30 Minuten signifikante Unterschiede in der mediolateralen Position (M2; p = 0,001) im Vergleich zur Ausgangsmessung und der Kontrollgruppe. Abgesehen davon wurden keine weiteren signifikanten Unterschiede gefunden. Eine propriozeptive Trainingseinheit mit einem BOSU-Ball und einem Swiss-Ball als instabile Plattformen induzierte kurzfristig negative Auswirkungen auf die Stabilometrie von Sportlern. Ebenso zeigte sich bei der Stabilometrie der Kontrollgruppe nach dem Aufwärmen ein sofortiger Trend zur Verbesserung.