Abstrakt
HintergrundDie Skoliose im Erwachsenenalter ist mit Schmerzen, Behinderung und einer verminderten Lebensqualität verbunden. Konservative Behandlungsstrategien wie physiotherapeutische skoliosespezifische Übungen (PSSE), manuelle Therapie und Traktion werden oft untersucht, aber die Evidenz für ihre Anwendung ist nach wie vor begrenzt.
FallvorstellungEine 22-jährige Patientin mit milder struktureller Skoliose stellte sich mit Schmerzen, Haltungsasymmetrie und funktionellen Einschränkungen vor. Die Ausgangsuntersuchung umfasste Nativröntgenaufnahmen (Röntgen: thorakaler Cobb-Winkel: 21,7°; lumbaler Cobb-Winkel: 12,5°) und eine 3D-LiDAR-Oberflächentopographie (LiDAR: thorakaler Cobb-Winkel: 24,2°; lumbaler Cobb-Winkel: 10,7°).
InterventionEs wurde ein 16-wöchiges multimodales Programm durchgeführt, das manuelle Therapie, CBP-basierte Traktion und Schroth-basierte PSSE kombinierte, mit wöchentlichen Klinikterminen und einem täglichen Heimprogramm.
ErgebnisseEine am Ende von Woche 16 durchgeführte Follow-up-LiDAR-Messung zeigte deutliche Reduktionen des thorakalen Cobb-Winkels (24,2° auf 1,9°) und des lumbalen Cobb-Winkels (10,7° auf 1,3°) sowie Verbesserungen der sagittalen und koronalen Balance und des Schulterstands. Die Patientin berichtete über verringerte Schmerzen, gestärktes Selbstbewusstsein und eine gesteigerte funktionelle Leistungsfähigkeit.
AbschlussIn diesem Fall war eine multimodale konservative Behandlung mit einer sichtbaren Krümmungsreduktion und einer Verbesserung der Haltung verbunden. Aufgrund der Verwendung von 3D-LiDAR-Scans für Verlaufsmessungen anstelle einer radiografischen Bestätigung sollten die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden.
Autoren: Fleming; Dr. Potts.